Was wäre die Welt des Sports ohne Mythen und Legenden? Damit ihr zwischen Fakt und Fiktion unterscheiden könnt, haben wir euch in diesem Artikel einige Mythen aus der Fitnesswelt zusammengetragen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

 

1. Man kann gezielt Fett abbauen

Das ist leider falsch. Wir können unseren Körper nicht dazu bringen, an gewünschten Stellen Fett abzubauen. Wenn du z.B. eine Kräftigungsübung für deinen Bauch machst, stärkst du zwar deine Bauchmuskeln, doch das Fett darüber bringst du nicht zum Schmelzen. Eine Reduktion von Körperfett erreichst du nur über ein gesundes Kaloriendefizit. Wo dein Körper als erstes Fett verliert, entscheidet deine Genetik.

 

2. Nur Cardio Training hilft beim Abnehmen

Cardio bzw. Ausdauertraining ist eine gute Methode, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kalorienverbrauch zu erhöhen. Doch Ausdauertraining stärkt unsere Muskeln nicht. Bei einem sehr hohen Kaloriendefizit kann die Muskulatur sogar angegriffen werden, um Energie zu sparen. Um dem Abbau entgegenzuwirken, sollte unbedingt Kraftsport betrieben werden. Je mehr Muskulatur man hat, desto höher ist der Grundumsatz und desto mehr Kalorien verbraucht man auch in den Ruhephasen. Außerdem hat der Körper nach dem Krafttraining viel länger energieaufwändige Reparaturprozesse  und somit wird in Summe nicht weniger Energie verbraucht als beim Cardio.

 

3. Nur wer Muskelkater hat, baut Muskulatur auf

Wenn man am Tag nach dem Training ohne Muskelkater aufwacht, sind viele Kraftsportler schon fast enttäuscht. Doch heißt das Ausbleiben von Muskelkater wirklich, dass wir nicht hart genug trainiert haben? Nein! Im Gegenteil. Muskelkater bedeutet lediglich, dass die Belastungen ungewohnt und/oder zu intensiv waren. Starker Muskelkater kann unser Training sogar negativ beeinflussen, da wir viel länger regenerieren müssen und deshalb länger mit dem nächsten Training warten müssen.

 

4. Wer Fett zu sich nimmt, nimmt zu

Das ist so nicht ganz richtig. Fett gehört wie die Kohlenhydrate und das Eiweiß zu den Makronährstoffen und ist für die Energieaufnahme in unserem Körper zuständig. Fett wird oft zu den Dickmachern gezählt, da es eine deutlich höhere Energiedichte hat. Mit 9,1 Kcal pro 100 g liefert Fett deutlich mehr als Kohlenhydrate und Eiweiß, die gerade einmal 4,1 Kcal pro 100 g haben. Doch am Ende des Tages nimmt nur zu, wer eine positive Energiebilanz hat, also mehr Kalorien über Lebensmittel zu sich genommen hat, als er verbraucht. Es liegt also nicht direkt am Fett, wenn wir zunehmen. Doch nehmen wir sehr viel Fett zu uns, ist es schwieriger, unsere Kalorienbilanz negativ zu halten. Dennoch ist Fett lebensnotwendig, da ohne Fett manche Vitamine nicht vom Körper aufgenommen werden können (A, D, E, K). Außerdem konnten vor allem den ungesättigten Fettsäuren (z.B. in Nüssen, Samen oder fettigem Fisch) zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben werden. Wir empfehlen: Nicht auf Fett verzichten, sondern in Maßen gesunde Fette konsumieren!

 

5. Wer Kohlenhydrate isst, nimmt zu

Jedes Gramm Kohlenhydrate setzt sich sofort an der Hüfte ab und wer nach 18 Uhr noch Kohlenhydrate isst, nimmt über Nacht 3 kg zu. FALSCH!! Kohlenhydrate sind nicht nur eine ausgezeichnete Energiequelle für die Muskeln und das Gehirn, sondern können auch noch sehr gesund sein. Hierbei unterscheiden wir zwischen Einfachzucker und Mehrfachzucker. Einfachzucker sind einzelne bzw. sehr kurze Kohlenhydratketten (z.B. Süßigkeiten, Weißmehlprodukte). Mehrfachzucker sind lange Kohlenhydratketten (z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte) und haben positive Wirkungen auf die Gesundheit. Alle Kohlenhydrate haben eine Energiedichte von 4,1 Kcal pro 1g Kohlenhydrate und liegen damit mit dem Eiweiß gleichauf. Wer am Ende des Tages auf seine Energiebilanz achtet, wird auch nicht zunehmen, nur weil er Kohlenhydrate konsumiert. Wir empfehlen: Vor allem wer Sport treibt sollte Kohlenhydrate zu sich nehmen, um Muskelwachstum erzielen zu können. Einfachzucker sollten reduzierund die positiven Effekte von Mehrfachzuckern nutzen.

 

6. Abendessen macht dick

Nicht unbedingt! Entscheidend, ob wir zu- oder abnehmen, ist die Kalorienbilanz. Wir nehmen also nur zu, wenn wir am Ende des Tages mehr Energie (Kalorien) gegessen haben, als wir verbrauchen. Dennoch ist es nicht optimal, wenn wir unser Abendessen sehr spät oder kurz vor dem Schlafen gehen zu uns nehmen. Zum einen hat der Körper dann viel mit der Verdauung zu tun und man schläft eventuell unruhig. Zum anderen haben wir nach einem späten Abendessen meistens kaum körperliche Aktivitäten, die die zugeführte Energie verbrauchen. Dennoch können wir das auch zu unserem Vorteil nutzen: Da Eiweiß über Nacht den Stoffwechsel ankurbelt, sollten wir unsere Abendmahlzeit generell eiweißlastig gestalten. Wir empfehlen: Abendessen nicht ausfallen lassen und auf die Kalorienbilanz des gesamten Tages schauen.

 

Wenn du mehr zum Thema Krafttraining erfahren und einen individuell auf dich abgestimmten Trainingsplan möchtest, dann komm doch einfach bei uns im Fitness + Gesundheitszentrum vorbei. Unsere Trainer beraten dich gerne 💪
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Text: Nadja Widak

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