Gärtner Sportpark Cup

4. Gärtner Sportpark Cup wieder ein voller Erfolg – Favorit musste hart kämpfen

Wer vor dem Finale beim 4. Gärtner Sportpark Cup gedacht hatte, dass das Endspiel zwischen dem Topgesetzten Torben Steinorth (TC Weinheim) und dem ungesetzten Christian Braus (BW Schwetzingen) eine deutliche Sache werden würde, der sah sich getäuscht. Das bis zum Ende spannende und über weite Phasen hochklassige Finale wäre fast in die „Verlängerung“ gegangen, hätte der Außenseiter aus Schwetzingen einen seiner beiden Satzbälle im zweiten Satz genutzt. So aber setzte sich nicht zuletzt dank seiner fulminanten Aufschläge Torben Steinorth mit 6:3 7:5 durch und kassierte den Siegerscheck des A6 Turniers in Höhe von 760.-€.

Doch während im letzten Spiel des Turniers die beiden 25-jährigen äußerst sportlich und fair miteinander umgingen, kam es im Halbfinale zwischen Torben Steinorth und Hannes Abt (KETV Karlsruhe) zum Eklat. Bereits beim Stand von 1:2 gab der mit 33 Jahren älteste Spieler im Hauptfeld auf, nachdem es zuvor heftige Diskussionen zwischen den beiden Akteuren gegeben hatte.

Sehr schade, denn Hannes Abt spielte ein gutes Turnier und eliminierte im Viertelfinale den gesetzten Michael Avetysian aus Düren in drei Sätzen. Das zweite Halbfinale gewann etwas überraschend Christian Braus gegen den Grippe geschwächten Paul-Georg Günther (TUS Neunkirchen).

Hervorragend schlugen sich die beiden Wolfsberger Julius Hell und Justin Karcher. Der letztgenannte setzte sich nicht nur in der Qualifikation durch und besiegte hier mit Henry Ohl (TC Konstanz) einen Spieler der deutschen Rangliste, Justin hatte auch im Spiel gegen den an Nr.2 gesetzten Paul-Georg Günther durchaus Chancen zum Sieg, unterlag aber knapp mit 5:7 4:6. Sein Cousin Julius Hell traf im ersten Spiel gleich auf den gesetzten Elios Emilio Walter (TV Osterath/Niederrhein).  Julius spielte richtig stark und hätte er eine seiner zahlreichen Breakchancen genutzt, wäre eine Überraschung möglich gewesen. So aber verlor er mit 4:6 4:6.

Turnierleiter Jürgen Gärtner war mit dem Niveau der Spiele und dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden und vergaß in seinem rundum positiven Resümee nicht auf den jüngsten Teilnehmer hinzuweisen.

Noah Müller vom TC Halberg-Brebach ist erst 14 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Saarbrücken und marschierte mit klaren Zwei-Satz-Erfolgen ins Hauptfeld und kam bis unter die letzten Acht.

Wäre schön, wenn Noah auch beim nächsten großen Turnier in Ubstadt-Weiher im Oktober hier wieder aufschlagen würde.

Text: Bernd Döhring (BTV), Bild: Jürgen Hurst (BTV)